Das Ren (oder auch Rentier) ist sehr gut an die harten Lebensbedingungen in den schneereichen nördlichen Gebieten angepaßt. Das Ren besitzt eine ganz besondere Wärmeregulierung: Die Luft wird durch einen Mechanismus im Maul vor dem Ausatmen abgekühlt, so daß das Tier beim Atmen in starker Kälte nicht allzu viel Feuchtigkeit verliert. Die Hufe sind so ausgebildet, daß sich das Tier auch auf dickeren Schneedecken bewegen kann, ohne im Schnee zu versinken. Gleichzeitig sind die Hufe sehr gut geeignet, die unter dem Schnee befindliche Nahrung freizugraben. Die Nahrung besteht im Sommer aus Flechten, Kräutern, Gras und Zwergbüschen. Die weiblichen Tiere erreichen ihre Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr. Sie tragen in der Regel jedes Jahr bis sie 12 bis 14 Jahre alt sind. Die Tragezeit beginnt mit der Befruchtung im Herbst und dauert normalerweise 225 Tage. Die Geburt des Kalbes erfolgt dann in den ersten Mai-Tagen in Abhängigkeit vom Zustand des Muttertieres und der Weide. Die Böcke werden ebenfalls mit 1 1/2 Jahren geschlechtsreif.
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